Eine der bekanntesten und in der Schulmedizin angewandten Behandlungsmethode um nicht nur die Symptome einer Allergie zu behandeln, sondern die Allergie selbst in den Griff zu bekommen, stellt die Hyposensibilisierung (auch SIT, Desensibilisierung oder Allergie-Impfung genannt) dar. Dem Patienten werden dabei in regelmäßigen Abständen Spritzen verabreicht, die geringe Mengen des allergieauslösenden Stoffes beinhalten. Dabei erfolgt in bestimmten Abständen eine gewisse Steigerung / erhöhte Dosis des Stoffes, auf welchen der Patient allergisch reagiert. Dadurch gewöhnt sich das Immunsystem mit der Zeit an den entsprechenden Stoff, so dass nach einem gewisssen Behandlungszeitraum (abhängig u.a. von Art und Stärke der Allergie) eine völlige Beschwerdefreiheit erreicht werden kann.
Doch birgt diese Form der Behandlung durchaus auch Risiken, die unserer Meinung nach oftmals heruntergespielt werden oder eine nicht ausreichende Aufklärung des Patienten durch den behandelnen Arzt stattfindet.
Hyposensibilisierung und die Risiken
Für einen Allergiker, der sich einer Sensibilisierung unterzieht, bestehen Risiken, die berücksichtigt und im Vorfeld bedacht werden sollten. Mit jeder Injektion des allergieauslösenden Stoffes ergeben sich Rötungen, Juckreiz oder Quaddeln rund um die Einstichstelle. Weitaus schlimmer und gefährlicher ist der anaphylaktische Schock, der je nach Schweregrad durchaus auch einen Atemstillstand zur Folge haben kann. Kreislaufprobleme, Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen und Bewusstseinstrübung sind weitere unerwünschte Nebeneffekte, die auftreten können.
Nach einer Injektion muss der Patient mindestens 30 Minuten beim behandelnden Arzt verweilen, um sicherzustellen, dass keine gefährlichen, allergischen Reaktionen auftreten. Im Notfall kann der Arzt eingreifen und ein Gegenmittel verabreichen oder weitere Maßnahmen einleiten. Nicht selten sind Menschen während der Hyposensibiliserung umgekippt (Kreislaufstörungen) oder bekamen Atemnot.
Sie sollten mit Ihrem Arzt über mögliche Risiken sprechen, bevor Sie eine Hypsensibiliserung beginnen. Je nach Stärke der Allergie können die Risken und Nebenwirkungen geringer ausfallen als hier beschrieben.
Hyposensibilisierung – Behandlung in England verboten
Wie gefährlich die Überreaktionen bei einer Hyposensibilisierung wirklich sein können, haben wir Ihnen bereits geschildert. Was viele nicht wissen: In England ist diese Form der Behandlung von Allergien sogar verboten. Eine Hyposensibilisierung ist dort nur in Krankenhäusern möglich und erlaubt. Der Grund hierfür: Zu viele Menschen sind in Folge eines Allergieschocks nach der Injektion des allergieauslösenden Stoffes gestorben.
Es ist oft ratsamer, eine Allergie zu akzeptieren und mit ihr zu leben als sich auf riskante Behandlungsmethoden einzulassen. Das sollte jeder für sich selbst abwägen und entscheiden und im Zweifelsfall einen erfahrenen Allergologen fragen bzw. sich ausführlich beraten lassen. In der Tat gibt es alternative Behandlungsmethoden, die Allergikern und Asthmatikern geholfen haben, bei denen kaum oder gar keine Nebenwirkungen und Risiken bestehen. Mehr dazu in Kürze.
1 Kommentar zu Nicht ohne Risiko: Behandlung von Allergien durch Hyposensibilisierung
Kaninchen Allergie: Haustiere abschaffen oder behalten? - Tierhaarallergie - Allergie Wissen
15. Januar 2010 um 11:20 Uhr
[...] dar, um die Allergie loszuwerden oder zumindest den Zustand stark zu verbessern. Die Risiken der Hyposensibilisierung sollten Sie dabei jedoch nicht außer Acht lassen. Sprechen Sie mit einem erfahrenen [...]